Walter Kröpfl: „Die Reformpartnerschaft kommt meinem Ideal von Politik sehr nahe.“

Von Stefanie Schiller und Marc Eder

 

Wenn Sie an diese erste Pressekonferenz zurückdenken und diese mit heutigen vergleichen: Ist es so, dass die Branche in dieser kurzen Zeit viel professioneller geworden ist?

Ja… hm… ich weiß nicht. Ich bilde mir ein, dass die Journalisten früher genauer waren, dass sie nicht so oberflächlich gewesen sind. Die heutigen Journalisten sind relativ oberflächlich, nicht alle, aber einige. Die warten auf einen „Sager“ von dir, weil sie nur auf die schnelle Schlagzeile aus sind, und dann ist schon fertig. Wenn du ein sehr gutes Thema transportieren willst, ist es besser, wenn du mit einzelnen Journalisten Hintergrundgespräche führst. Das bringt wesentlich mehr, als eine Pressekonferenz zu machen.

(…)

Sie sind 1996 in den Landtag gekommen. Würden Sie sagen, dass Politiker heutzutage mehr davon abhängen, in den Medien vorzukommen?

Schon eher, ja. Wenn du als Politiker in den Medien nicht vorkommst, hast du keine lange Überlebenszeit. Du musst schon schauen, dass du im Laufe des Jahres eine gewisse Anzahl von Meldungen zusammenbringst. Da braucht man eben auch Kontakte zu den Medien, zu den Vertretern und deshalb haben wir ja auch einen Pressesprecher im Klub, der nicht nur mich allein, sondern in Medienangelegenheiten alle Abgeordneten im Klub betreut. Die Aufgabe eines Abgeordneten ist es eben, mit den Regionalmedien die Kontakte zu knüpfen. Und wir machen das im Grazer Raum.

(…)

Sie haben vorher gemeint, dass heutzutage Journalisten oberflächlicher berichten würden. Ist es nicht auch so, dass in der Politik die Wortwahl immer oberflächlicher, nämlich populistischer wird?

Bestimmt, ja.

(…)

Sie haben in einem Interview die Gemeinden als „Widerstandsnester“ bezeichnet. Eine harte Wortwahl für einen Konsenspolitiker.

Ich sage das ganz offen: Manche Gemeinden sind mir schon ziemlich auf den „Wecker“ gegangen. Wenn es nur darum geht, dass der Herr Bürgermeister in seinem Amt bleibt und der Herr Gemeindesekretär seinen Posten behält, dann ist das ein Widerstand, den ich nicht verstehe. Der Widerstand rührt nicht daher, dass die Bevölkerung den örtlichen Politikern so ein Anliegen ist.

 

Zur Person

Geburtsdatum: 26. Juni 1951

Ausbildung: 1971 Matura, 1971–1973 Pädagogische Akademie in Graz Eggenberg Beruflicher Werdegang/wichtigste Stationen der beruflichen Laufbahn: 1973–2003 Hauptschullehrer

Politische Laufbahn: 1975–2001 Gemeinderat, später Gemeindekassier in Wettmannstätten, 1996–2014 Landtagsabgeordneter, 2000–2014 Bezirksvorsitzender der SPÖ Deutschlandsberg, 2004–2014 Klubobmann der SPÖ Steiermark, 2005–2014 Präsident des „Steirischen Zivilschutzverbandes“

Aktuelle Position: Klubobmann der SPÖ Steiermark

Das strebe ich noch an: Meinen „Unruhestand“ im Kreise meiner Familie mit ein paar Reisen, etwas Sport und sehr viel Lesen.

 

Morgen

Josefa Umumdum: „Als Pressesprecher soll man immer im Hintergrund bleiben.“

7 comments for “Walter Kröpfl: „Die Reformpartnerschaft kommt meinem Ideal von Politik sehr nahe.“

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